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aus Hankensbüttel
25.05.2017 um 14:34
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aus Köln
11.05.2017 um 17:22
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Na da geht ja schon was:-) viel Spass und Gutes Gelingen

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R.I.P Cris Cornell-- Soundgarden/Audioslave--
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CHRIS CORNELL--EIN NACHRUF AUF DIE STIMME DES GRUNGE
Er war die Stimme der Grunge-Giganten Soundgarden, gründete mit den Instrumentalisten von Rage Against The Machine die Alternative Rockband Audioslave und rückte mit dem James Bond - Casino Royale Titelsong You Know My Name endgültig in die Wahrnehmung eines breiten Publikums. Plötzlich, unerwartet und viel zu früh hat das rasante Leben von Chris Cornell ein Ende genommen. Er wurde nur 52 Jahre alt. Seine Werke jedoch, werden weiterleben.
The Voice Of Grunge - so nannten sich Soundgarden, als sie sich Mitte der 80er frisch zusammengefunden hatten. In Seattle, wo auch sonst. Er war die treibende Kraft hinter den Musikern, erst als Schlagzeuger, dann als Sänger, Gitarrist und Texter. Cornell hat nie das leichte, einfache Leben gehabt. Schon als Kind streifte er lieber allein durch die Straßen der Metropole im hohen Washington, als den Streitereien seiner Eltern zuhören zu müssen. Er verliebte sich in Beatles Platten, hörte Songs wie Love Me Do oder All My Loving beinahe in Endlosschleife. Die heile Welt lachender Pilzköpfe in maßgeschneiderten Anzügen. Aber seine Welt war nicht heile. Anfang der 80er zerbrach seine Familie und Chris fand sich inmitten einer depressiven Generation X im Sinne von Douglas Coupland wieder, die selbst nicht wusste, wie sie mit schlecht bezahlten Jobs, Unstetigkeit und genereller Aussichtslosigkeit umgehen sollte. Dunkle Einflüsse, die ein Ventil suchten - und es in der Musik fanden.
Irgendwo zwischen Punk und Hard-Rock à la Black Sabbath stiegen Soundgarden zu einer der drei großen Säulen des Grunge auf. Neben Curt Cobain von Nirvana und Eddie Vedder von Pearl Jam trug Chris Cornell diese eigenartige, sich selbst betrauernde und hochtrabende, aber dennoch irgendwie schnodderige Version des Post-Rock von seiner Wiege in Seattle in die Welt hinaus. Genauer gesagt mit dem Album Superunknown, das als erster großer Durchbruch von Soundgarden und eben auch von Chris Cornell gilt. Im Übrigen ein sehr doppeldeutiger Name, denn von „unknown“ kann im Hinblick auf den Grunge zu dieser Zeit keine Rede mehr gewesen sein.
Das Genre war zur Goldgrube der großen Plattenfirmen aufgestiegen und hatte sich somit zum klaren Gegenentwurf seiner düsteren und nischenhaften Herkunft entwickelt, die größtenteils aus heruntergekommenen Szene-Clubs, zerschlissenen Flanell-Hemden und fettigen Haaren bestand. Nein, das war nicht die Musik für die breite Masse, obwohl wahrscheinlich genau dieser Umsand sie so erfolgreich machte. Erfolg, der zu viel öffentlichem Interesse führte. Und überschwängliches, ja schon fast hemmungsloses Interesse, das Curt Cobain damals in sein bekanntes, fatales Ende trieb. Auch Cornell gab rückblickend auf die Aufnahmen von Superunknown zu, dass er damit zwar nie den großen Ruhm erreichen wollte, es ihm am Ende der Produktion aber bereits dämmerte, dass ihn dieses Album genau dorthin führen würde: „Ich kann mich noch erinnern, wie ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge das Studio verließ. Ich hatte bereits eine Ahnung davon, was uns bevorstand“


Insbesondere die Melodie von Black Hole Sun sollte bei den meisten Lesern die Erinnerungsglöckchen klingeln lassen. Die unterdrückte Wut und dieses feine Element der Resignation schleppen sich in einem von psychedelisch angehauchten Gitarrensounds umrahmten Groove langsam aber sicher nach vorne. Und darüber schwebt die Stimme von Chris Cornell. Eine Stimme, der man anhört, dass sie sich täglich stundenlangem Training unterzogen hatte.
Nur eine Band in seinem Leben zu haben wäre für den Sänger, der genau so charismatisch wie umtriebig war, aber nicht genug gewesen. Außerdem war mit der großen Popularität bereits der Anfang vom Ende des Grunge eingeläutet worden. Und so lösten sich Soundgarden 1997 einvernehmlich auf und schlossen vorerst ein bezeichnendes Kapitel in Cornells Leben.
Er wandte sich neuen Projekten zu, schrieb ein Album mit seiner neuen Formation Temple Of The Dog, in der auch Mitglieder von Pearl Jam spielten, und veröffentlichte Platten unter seinem eigenen Namen. Besonders ein Song wie Wave Goodbye, den er für seinen verstorbenen Freund Jeff Buckley schrieb, bleibt hoffentlich unvergessen.
Vor sieben Jahren dann, fanden Cornell und Soundgarden wieder in einer Reunion zusammen und umrundeten die Welt mit ihrer Musik. Natürlich erinnerte man sich mit einer obligatorischen Compilation an die vergangen Zeiten, aber die Betonung liegt nur auf dem Erinnern. Denn Cornell war niemand, der zäh versuchte, die liebe Vergangenheit im Heute künstlich am Leben zu erhalten. Soundgarden blieben in keiner Erinnerung stecken, wie sie mit dem 2012 erschienenen Album King Animal bewiesen.
Kurz nach einem Soundgarden Konzert war auch, als ihn sein verfrühtes Ende einholte. Soundgarden befanden sich grade auf US-Tour und hatten nur Stunden vor seinem Tod ein Konzert im Fox Theater in Detroit gespielt. Sein Ableben ist erschreckend, traurig und lässt seine Familie und Fans in Schockstarre zurück.
Einen Song, den er ebenfalls aus traurigen Gründen, kurz nach dem Ableben seines Freundes und Weggefährten Scott Weiland der Stone Temple Pilots schrieb, ist vielleicht der beste Weg, um ein letztes Mal „Bye Bye“ nach der Zugabe zu winken: Say Hello 2 Heaven.
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